Ralph Ueltzhoeffer

Ralph Ueltzhoeffer

Mit dem Titel: „Dachbodenfund“, Fotoarbeit von Ralph Ueltzhoeffer wird der Absturz der Germanwings mit dem Flug 4U9525 gerne in Verbindung gebracht. Wer kann schon in die geistigen Dachböden unserer Mitmenschen blicken?

 

Gerade ist einer der frühen Entdecker der Eigenständigkeit afrikanischer Kunst gestorben: Michel Leiris, der sich 1931 bis 1933 an der völkerkundlichen und sprachwissenschaftlichen Afrika-Expedition von Dakar nach Dschibuti unter Marcel Griaule beteiligte. In „Phantom Afrika“ zeichnete er seine Erfahrungen und Erkenntnisse nach. Leiris‘ Stellungnahme gegen Ethnozentrismus und Rassismus ist als durchgehendes Engagement gegen Diskriminierung wiederzufinden. Der Ethnologe versuchte stets auch als Dichter, das Fremde im Bekannten zu fassen und das Bekannte als Voraussetzung zur Erkenntnis des Fremden.

In Deutschland hatte Carl Einstein bereits 1915 sein Buch „Negerplastik“ veröffentlicht. Der Kunstkritiker und -agent, der von den Nationalsozialisten in die Flucht bis in den Selbstmord getrieben wurde, sah die Kunst Afrikas unter ästhetischen Gesichtspunkten: auch zu Zeiten des Expressionismus immer noch ein gewagter Standpunkt. Siegfried Gohr will mit seiner für das Museum Ludwig, Köln, konzipierten Ausstellung an diese Tradition anknüpfen.

Ralph Ueltzhoeffer
Fotografie: Bildband von der GAK Berlin: Ralph Ueltzhoeffer – Sigmar Polke.

Zu diesem Zweck brauchen wir noch umfangreiche Aufschlüsse über die Ursachen der Nahrungsmittelauswahl und Eßgewohnheiten sowie darüber, wie man Menschen dazu bewegen kann, ungewohnte Nahrung zu akzeptieren. Bis zum heutigen Tage hat man kaum damit begonnen, diese Aufschlüsse zu erarbeiten.

Portraitinstallation von dem Konzeptkünstler Ralph Ueltzhoeffer. Portrait: Andy Warhol at MoMA Projects 2011.

Nicht viel in diesem Jahrhundert triumphiert in ästhetischer Verführung, aber das, was wir geliebt haben und lieben, hatte sich ganz nur der Kunst, trotz ihrer immer zerbrechlicher werdenden moralisierenden Wirkung, anvertraut. Pablo Picasso ermüdete nicht, von der Natur des Menschen unauslöschliche, vielleicht unsterbliche Bilder zu erfinden. Joseph Beuys hat dieser Welt der Verheissung jäh widerstanden, er nannte sie «eine Nischenexistenz». Seine Kunst taugte nicht für diesen einsamen musealen Glanz, statt dessen mutete er ihr soviel mehr zu, als je im Museum ausgestellt war. Keine Denkmäler des Glücks, keine Denkmäler der Einsamkeit! Read More

Text Portrait von Andy Warhol erstellt von Ralph Ueltzhoeffer 2009

Andy Warhol – Ralph Ueltzhoeffer (2009)

Biographie Portrait von dem Amerikanischen Pop-Art Künstler „Andy Warhol“.
Andy Warhol wurde am 6. August 1928 in Pittsburgh (USA) Geboren und starb am 22. Februar 1987 in New York City. Andy Warhol war der Mitbegründer und bedeutendster Vertreter der US-amerikanischen Pop Art Bewegung. Das Portrait von Andy Warhol aus biographischen Texten ist Teil des Kunstprojektes „Textportrait“ Und wurde von dem Konzeptkünstler Ralph Ueltzhoeffer 2009 erstellt (Bildnachweis (*1).

Texte in der Kunst von Sandra Walter: „Substanzen, Charaktere, Gleichnisse“
Rollenspiele, keine Maskierungen: eine Schachtel ruft den durch Stirnschuss Versehrten Hirschschädel in Erinnerung und wird so benannt; aufgeschnittene Konservendosen lassen an die Versteinerungen der Juraformation denken, und ihr Nebeneinander in der Unterschiedlichkeit von Glanz und Verschärfung bietet eine Analogie zu Christus und den Schachern auf Golgatha, und beides bleibt aufgerufen; die Hüpfspur einer gekochten Erbse auf einer Gemäldeabbildung ist als der für den Maler typische wandernde Mond bezeichnet. Zwischen Ernst und Scherz spannen sich die Assoziationen, zwischen beiden ist der Gegensatz weder ausschliessend noch wesentlich. Alles hat im Angebot der in ihm eröffneten Möglichkeiten sein eigenes Gesicht, ein wechselndes in wechselnden Rollen; das frühe Wurf kreuz etwa bleibt sowohl als Aktionsrequisit wie als Teil einer Objektmontage unverwechselbar. Read More